Ellerbeker Haken Kiel


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06/2011 – 09/2011 — Untersuchung des Ellerbecker Hafens Kiel

Entlang der deutschen, dänischen und polnischen Ostseeküste sind zahlreiche Fundstellen aus der Mittelsteinzeit bekannt. Diese Plätze lagen einst an den trockenen Ufern der damaligen Ostsee, bzw. an Binnenseen, wo eine natürliche Vielfalt an Jagd- und Sammelmöglichkeiten gegeben war. Durch geologische Prozesse nach der letzten Eiszeit (ca. 11.000 v. Chr) stieg der globale Meeresspiegel, zusätzlich traten massive Landsenkungen im westbaltischen Bereich auf.

Besonders während der Ertebölle-Zeit, dem Übergang zwischen Mesolithikum (Jägersteinzeit) und Neolithikum (erste Bauernkulturen) etwa im 5. Jahrtausend v. Chr., wurden viele wassernahe Fundplätze vom steigenden Meer verschluckt. Im westlichen Bereich der Ostsee sind diese Plätze heute etwa zwischen 7 und 3 m Tiefe zu erwarten, insbesondere in der Nähe von Flussmündungen (z.B. Schwentine) und lagunenartigen Binnenseen (z.B. Neustadt/Holstein).

Im Zuge der Hafenvertiefung am Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Funde in Schleswig-Holstein auf dem Ellerbeker Haken gemacht, wo bei Baggerarbeiten zahlreiche Steinartefakte, wie auch Knochen und andere Gegenstände zum Vorschein kamen. Diese gaben der Kultur schließlich den Namen Ertebölle-Ellerbek-Kultur.

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